SVBW Sachverständigenbüro Weihe
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Energie sparen ?.... klar, aber wie ?

Es beginnt schon beim E-CHECK.. hier wird die gesamte Elektroinstallation auf Herz und Nieren geprüft, einschließlich der Elektrogeräte. Das wird auch von Versicherungen anerkannt und kann zu Prämienvorteilen führen.

Was die wenigsten wissen : Mit dem E-CHECK und einer fachlichen Beratung gewinnt man klare Entscheidungsgrundlagen für Energiesparmaßnahmen.

Erhebliche Reduzierung des Stromverbrauchs ist möglich, je nach Haushaltsgröße und Ausstattung.

Weniger Stromverbrauch spart Geld- und senkt die klimatischädlichen CO²-Emissionen.

Es gibt viele gute Ideen, die sparen helfen : Standby-Betrieb vermeiden durch spezielle Netzschalter, bei der Neuanschaffung von Elektrogeräten auf die Energieeffizienz achten – oder umweltfreundlich Warmwasser und Strom erzeugen, z.B. mit Sonnenwärme.


Die 8 häufigsten Energiesünden im Haushalt

  1. Die größten Stromfresser sind alte Kühl- und Gefriergeräte, evtl. mit defekten Dichtungen, oder alte Waschmaschinen und Geschirrspüler mit Energieeffizienzklasse D oder geringer.
  2. Der Kühlschrank steht direkt neben dem Herd.
  3. Die Warmwassertemperatur ist zu hoch eingestellt (>55°C).
  4. Geschirrspüler und Waschmaschinen sind in Betrieb, obwohl sie nicht voll sind.
  5. Kochen ohne den passenden Deckel auf dem Topf.
  6. Raumtemperatur in den Schlafzimmern über 20°C.
  7. Überall konventionelle Glühlampen in Betrieb – bei voller Beleuchtung, obwohl der Raum nicht genutzt wird.
  8. Alle Elektrogeräte, v.a. TV, HIFI-Anlage und PC im Standby-Betrieb, bzw. PCs sind dauernd online.

Intelligente Beleuchtungstechnik

Energiesparlampen erzeugen mit einem Bruchteil der Energie die gleiche Helligkeit wie Glühlampen. Deshalb genügt schon eine 11W Energiesparlampe, um eine 60 W Glühlampe zu ersetzen.

Ein weiterer Vorteil ist die längere Lebensdauer. Glühlampen leuchten ca. 1.000 Stunden, Energiesparlampen über 10.000 Stunden. Die Mehrkosten beim Kauf sind also schnell wieder eingespart.

Energiesparlampen gibt es heute in verschiedenen Farben, Formen und Fassungen – für jeden gewünschten Einsatzzweck. Sie sind v.a. dort sinnvoll, wo das Licht lange angeschaltet ist.

Interessant wird es erst mit einem individuellen Beleuchtungskonzept für alle Funktionsräume, im Haus und auch draußen. Zum Beispiel mit Abschaltautomatik im Treppenhaus oder einer stufenlosen Lichtregelung im Wohnzimmer mittels Elektronischer Vorschaltgeräte. Damit lässt sich Stimmungs- und Funktionslicht z. B. am Esstisch ganz nach Bedarf steuern.

Für große Räume und Büros sind z.B. Niedervolthalogenlampen mit Infrarotbeschichtung zu empfehlen. Sie verbrauchen bis zu 40% weniger Energie, entwickeln weniger Wärme und haben deshalb auch eine längere Lebensdauer.

Darauf kommt es an

Die richtige Beleuchtung fördert das Wohlbefinden – und spart bares Geld:
Allein durch die Umstellung auf Energiesparlampen verbraucht die Beleuchtung im Haus bis zu 80% weniger Strom.


Bye Bye Standby

Eine HIFI-Anlage, die das ganze Jahr am Netzkabel hängt, schlägt im sogenannten Standby-Betrieb, also ohne Nutzung, mit ca. 25 Euro zu Buche. Ähnlich auch PC, Fernseher, Videoreorder und DVD-Player.

Jedes Watt Standby-Leistung im Dauerbetrieb kostet jährlich etwa 1,60 €. Das klingt wenig, aber alle Geräte zusammen können unterm Strich bis zu 100 € unnötige Stromkosten pro Jahr verursachen. Und dagegen sollte man etwas tun.

Auch die Ladestation mancher Handys verbraucht Strom, selbst wenn gerade kein Handy geladen wird.

Lösungen bei vorhandenen Geräten: abschaltbare Steckdosen, abschaltbare Steckerleisten oder Timer-Steckdosen

Darauf kommt es an

Beim Neukauf von Geräten unbedingt auf die angegebenen Verbrauchsdaten achten.

Ein TV-Gerät sollte im „Leerlauf“ nicht mehr als 0,1 bis 0,3 Watt aufnehmen.

Und: Neugeräte sollten unbedingt einen Netzschalter haben.

Tipp

Wer mehr zum Thema „Standby“ wissen will, findet wertvolle Infos und interessante Vergleichstabellen unter diesen Links: www.initiative-energieeffizienz.de und www.stromeffizienz.de


Bei der Arbeit Energie sparen

Ein Drittel des privaten Stromverbrauchs gehen auf Kosten von Kühlschrank, Kühltruhe & Co.

Viele Hausgeräte sind älter als 15 Jahre. Schon deshalb sollte die Energieeffizienzklasse A heute Standard sein, besser noch A+, A++, A+++: Seit 1998 müssen in Deutschland bestimmte elektrische Haushaltsgroßgeräte mit einem EU-Energie-Label ausgezeichnet werden. Die Bewertungsskala ( A – G ) gibt über den Energieverbrauch (Strom und andere Energieträger) und über zusätzliche Gebrauchseigenschaften (Wasserverbrauch) des Gerätes Auskunft.

Ein Gerät der Klasse A verbraucht bis zu 45% weniger Strom als ein Altgerät.

Ein Wäschetrockner der Klasse C kann gegenüber einem Wäschetrockner der Klasse A bis zu 570€ Mehrkosten pro Jahr verursachen. Manchmal lohnt sogar der Vergleich zwischen zwei A-Geräten.

Darauf kommt es an

Wenn künftig nur noch energiesparende Geräte gekauft werden, könnte dies in Idealfall laut Berechnung des Umweltbundesamtes eine Einsparung der Leerlaufverluste bis 2010 um 44% bedeuten. Das wäre nicht nur ein Gewinn für den Geldbeutel, sondern auch ein positiver Beitrag zum Umweltschutz.

Da lohnt es sich schon, über eine Neuanschaffung nachzudenken. Denn je nach Gerät kann der unnötige Stromverbrauch ganz schön ins Geld gehen. Auf jeden Fall aber belastet er die Umwelt.


Wärmepumpen, Durchlauferhitzer und Co.

Zwei Drittel vom Energiebedarf eines Privathaushaltes gehen auf das Konto von Warmwasserbereitung und Heizung. Hier stecken die größten Einsparpotenziale.

Wer mit einer Wärmepumpe heizt, zahlt nur noch die Hälfte der bisherigen Heizkosten und pustet jährlich ca. 2,5 to weniger CO2 in die Luft.

Lüftungs-Integralgeräte können die Be-und Entlüftung von Wohnungen und Einfamilienhäusern optimal und energieeffizient steuern. Die Energie der warmen Abluft wird z.B. für die Erwärmung des Brauchwassers genutzt.

Moderne Durchlauferhitzer bieten gradgenau warmes Wasser-exakt dort, wo es gebraucht wird. Ohne Wartezeiten, sinnlose Wasservergeudung, Bereitschaftshaltung oder Verteilungsverluste. Deshalb können sie den Energieverbrauch um bis zu 30% reduzieren.


Gebäudetechnik

Alle technischen Einrichtungen werden miteinander vernetzt und zentral gesteuert. Das ermöglicht die effiziente Nutzung aller Funktionen.

Ein intelligentes Haustechnik-System prüft und meldet alle relevanten Umweltdaten und Funktionszustände.

Für jeden Raum kann ein individuelles, zeitabhängiges Nutzungsprofil erstellt werden. Sie bestimmen, wann, wo und wie lange geheizt und gelüftet werden soll.

Jalousien gleiten bei Dämmerung wie von selbst herunter und fahren zurück, sobald die ersten Sonnenstrahlen funkeln.

Waschprogramme laufen nachts zum Billigstromtarif

Die gesamte Be-/Entlüftung wird automatisch geregelt.

Wenn Sie länger abwesend sind, lassen sich alle Einrichtungen im Haus automatisch herunterregeln. Das spart kostbare Energie.

Auch eine Alarmanlage kann über die Zentrale (fern)gesteuert werden.

Darauf kommt es an

Vorrausetzung für Gebäudetechnik ist die Vernetzung aller technischen Einrichtungen über ein sogenanntes Installationsbus-System (z.B. EIB/KNX)


Gebäude-Energieausweis

Energiesparen ist international verpflichtend – unter anderem geht es dabei um die Reduzierung der CO2 – Emissionen.

Ab 1.Juli 2008 ist der Energieausweis in Deutschland Pflicht, zunächst für Gebäude ab Baujahr 1995, ab 1.Januar 2009 auch für Gebäude ab Baujahr 1966.

Mieter, Vermieter, Käufer und Verkäufer erhalten eine klare, verlässliche Bewertungsgrundlage über ein Mietobjekt bzw. eine Immobilie. Die neue Gesetzgebung dokumentiert die Energieeffizienz von Gebäuden, zeigt ihre Stärken und Schwächen auf und macht die Energiekosten berechenbar.

Elektrofachbetriebe mit entsprechender Qualifikation gehören zum Kreis der ausstellungsberechtigten Handwerke.

Energieeffizienz ist ihre Stärke: Denn neben der Gebäudehülle (>Wärmedämmung) trägt mehr und mehr intelligente Gebäudetechnik dazu bei, die Energieeffizienz zu verbessern.

Die Einführung des Gebäudeenergieausweises steht in Zusammenhang mit einer Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV). Bei der Berechnung der Energieeffizienz werden neben der Qualität der Gebäudeisolierung auch Heizungsanlage, Belüftung, der Einsatz erneuerbarer Energien sowie die fest installierte Beleuchtung und Klimaanlagen bei Nichtwohngebäuden berücksichtigt.